Mission in der Platte: Warum Josua bewusst in eine unerreichte Nachbarschaft zieht
Shownotes
Was passiert, wenn Christinnen und Christen nicht nur gelegentlich in sozial herausgeforderte Stadtteile gehen, sondern ganz bewusst dort wohnen?
Josua und seine Frau haben sich entschieden, in einen unsanierten Plattenbau am Rand von Halle an der Saale zu ziehen. Dort möchten sie ihren Alltag mit den Menschen teilen, für ihre Nachbarn beten und durch echte Beziehungen sichtbar machen, wie Jesus ist. 🏙️🙏
In dieser Episode spricht Josua mit Simon Diercks über die internationale Bewegung MoveIn, deren Motto so einfach wie herausfordernd ist: „Move in and pray“ – Zieh ein und bete.
Josua erzählt von Begegnungen mit muslimischen Nachbarn, einem Brand im Treppenhaus, überraschendem Pflaumenkuchen und der Frage, wie geistliche Veränderung aussehen kann, selbst wenn sich noch niemand sichtbar für Jesus entschieden hat.
Außerdem geht es darum, wie gewöhnliche Christinnen und Christen Mission in ihrem normalen Alltag leben können, warum Gebet für MoveIn-Teams unverzichtbar ist und wie aus gelebter Nachbarschaft neue Formen von Gemeinde entstehen können.
Eine ermutigende Episode über Inkarnation, Geduld und die Frage:
Wozu beruft Gott dich?
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Transkript anzeigen
00:00:11: Menschen bewegen, Welt verändern als Salz und Leben.
00:00:35: Auch heute bin ich nicht allein.
00:00:36: Mein Name ist Simon Dierks, ich leite das The Unity Relations bei der Allianz Mission und ich habe heute mit dem Gespräch den Josoa.
00:00:43: Joso, herzlich willkommen!
00:00:45: Ja danke dass ich da sein darf.
00:00:48: Wir freuen uns sehr, dass du da bist denn wir tauchen mit dir heute ein in ein echt spannendes Thema Und das hat ganz viel erstmal mit deinem Lebensort zu tun.
00:00:57: Du lebst in Halle, und zwar Halle an der Saale.
00:01:00: Das ist, weil die jetzt nicht wissen... Die zweitgrößte Stadt von Sachsen-Anhalt.
00:01:04: Da leben so zweihundertzwanzigtausend Leute.
00:01:07: Und... Zweihundertvierzigtauend?
00:01:10: Okay siehst du guck muss die Wikipedia gleich mal updaten!
00:01:14: Und du hast den Lebensort ganz bewusst gewählt.
00:01:17: Du wählst wo uns dort nämlich wie man so sagt in der Platte.
00:01:22: was ist die Platte und warum liebst du da?
00:01:25: Also erstmal Gegenfrage, warum nicht?
00:01:29: Gut point.
00:01:29: Und zunächst mal also Plattenbau um das kurz zu erklären ist einfach eine Weise.
00:01:34: mein Gießbeton teile und baut dann aus diesen platten relativ schnell mehrstöckige Häuser.
00:01:42: dass es erst einmal was ein Plattenbau isst jetzt im Plattenbauzu leben ist ja an uns für sich nichts außergewöhnliches.
00:01:51: gibt's wurde zur Hauf gebaut gibts an allen möglichen Orten.
00:01:55: Aber Platte ist auch nicht gleich Platte, also es gibt von schicksaliert und gut gelegen bis runtergekommen in der Peripherie ein ziemlich breites Spektrum.
00:02:07: Meine Frau und ich haben uns bewusst entschieden in einen noch nicht saniertes Hochhaus in einem sozusagen ökonomisch eher heraus geforderten Stadter im Stadtrand zu ziehen.
00:02:18: Und zwar aus dem einfachen Grund dass da viele Menschen leben die Jesus nicht kennen Regel auch niemanden in ihrem persönlichen Umfeld haben, der Jesus folgt.
00:02:27: Und das wollen wir ändern indem wir dort leben, beten und Beziehungen zu unseren Nachbarn aufbauen.
00:02:34: Wow!
00:02:35: Warum gerade Halle?
00:02:38: Wir sind da zum Studium hingekommen und haben uns da kennengelernt.
00:02:42: Alles klar Okay mit dem was ihr da macht ist es nicht eure Idee sondern Ihr seid Teil von Move In.
00:02:48: Das ist eine Bewegung von Menschen die sich ganz bewusst entscheiden wie ihr in Nachbarschaften einzuziehen, die man sich nicht immer als erstes aussuchen würde.
00:03:00: Ihr habt diesen Schritt gemacht gemeinsam?
00:03:02: Wie bist du zu Move In gekommen?
00:03:05: oder warum habt ihr euch entschieden, euch dieser Bewegung anzuschließen?
00:03:09: Genau also.
00:03:09: ich habe ja gesagt.
00:03:10: wir sind beide schon zum Studium nach Halle gekommen haben da jeweils in der WG gelebt und haben dann zwanzig-zwanzig geheiratet und hatten eine ganz praktische Frage und zwar wo suchen wir uns ne Wohnung?
00:03:22: Und da gab es verschiedene Faktoren, die uns beeinflusst haben.
00:03:26: Zum einen gab's in unserem Umfeld einige, die vorhatten länger ins muslimische Ausland zu gehen und die dann gesagt haben gut, dann nutzen wir die Zeit wo wir hier in Deutschland sind und studieren und ziehen schon mal eine stark muslimisch geprägte Nachbarschaft um uns auf unseren Dienst im Ausland vorzubereiten.
00:03:43: also der Gedanke dass man mit seinem Wohnort was ausrichten kann, der war dadurch schon da.
00:03:48: Okay, nice!
00:03:50: Unabhängig davon waren Teil von einem Gebetskreis und da gab es eine ältere Dame, die war in dem Haus wo sie gewohnt hat.
00:03:56: Hausverwalterin kannte dadurch die ganzen Nachbarn gut... ...und hat immer von ihren Nachbaren erzählt.. ..und dann haben wir als Gebetskreis für diese Nachbare gebetet.
00:04:05: Und für uns hat sich das zu einem größeren Bild zusammengefügt.. ..als wir Anfang zwanzig-zwanzig auf der Jugendmissionskonferenz in Stuttgart waren.
00:04:17: Wir haben einen Vortrag gehört, wo jemand was vom Move Inn erzählt hat Und das Kernanliegen von move in ist, reach the unreached urban poor.
00:04:25: Also auf Deutsch die Armen und Unerreichten in den Städten erreichen.
00:04:30: Das hat auch ziemlich gut.
00:04:32: zudem gepasst was unsere bisherige Lebensgeschichte so war.
00:04:37: also Alisa hat nach dem Abi einen Freiwilligendienst bei der Heilsarmee auf Sankt Pauli in Hamburg gemacht und spätestens seitdem hat sie totalen Herz für die Armen Die, die zerbrochenen Herzens sind.
00:04:49: Wie es in ihr sei.
00:04:50: Einen Sechzig heißt und ich hab nach dem Abi einen Freiwilligendienst in einem mehrheitlich muslimischen Land gemacht Und habe schwätestens seitdem wirklich ein Herz für die unerreichten.
00:05:01: Und wir haben uns dann mit dem der den Vortrag gehalten hat noch ein bisschen unterhalten Hatten schon so erste Gedanken von im Stadtteil wo überlegt haben hinzuziehen Haben ihm das so erzählt und er hat uns ermutigt das durch zu ziehen.
00:05:13: Dann haben was durchgezogen.
00:05:15: Okay wow Was schade ist für euch als Zuhörende, dass ihr nicht sehen könnt mit welchem Strahlen Joshua berichtet von dem was.
00:05:25: Von dem Berichtet was sie dort tun.
00:05:29: genau bevor wir ein bisschen noch über move in reden und du auch sagst wie das praktisch funktioniert erst mal Wie stelle ich mir denn vor wo jetzt wirklich lebt?
00:05:36: Du hast eine schöne umschreibung geliefert die soziokonomische heraus gefordert.
00:05:40: ganz praktisch Wie viel Stockwerke hat das Ding?
00:05:43: in welchem Zustand ist, was für Leute leben da um euch herum?
00:05:47: Welchen Menschen begegnet ihr da.
00:05:50: Also es ist an sich ein Plattenbaugebiet wurde in den achtziger Jahren hochgezogen für die Chemiearbeiter und hat Plattenbauten im verschiedenen Zustand Und ich würde sagen der Block in dem wir sind ist eher am unteren Ende also wurde.
00:06:09: Und ist auch noch ziemlich genau im Originalzustand.
00:06:12: Also die Fenster wurden mal ausgetauscht, aber... ...die Wasserleitungen sind halt noch original und entsprechend oft kaputt.
00:06:20: also wir hatten schon einige Wasserschäden seitdem.
00:06:22: Ist ein Elfgeschosser, also die meisten sind so fünf Geschossen.
00:06:27: unser es ist ein elf Geschosser.
00:06:30: was leben hier für Nachtwannen?
00:06:32: Ich würde sagen bei uns im Blog kannst du sagen ungefähr eintritte deutsche Eintritte Ausländer oder Leute mit Migrationshintergrund, obwohl bei uns meistens tatsächlich wirklich Ausländer.
00:06:45: Und ein Drittel ist einfach Leerstand weil die Wohnungen vom Zustand so schlecht sind dass sie nicht mehr vermietet werden.
00:06:51: Okay das ist krass.
00:06:52: wie viele Wie viele leute wohnen euer Block?
00:06:55: Ungefähr
00:06:56: Kann ich nicht genau sagen es sind Ich glaube aber so.
00:07:00: Achtundzwanzig Wohnung ungefähr sind bewohnt bei uns im Eingang und dann gibt's noch einen anderen Eingangs.
00:07:06: dabei ist jetzt nicht genau wie viel da sind.
00:07:08: Okay.
00:07:10: Auf der Homepage von MoveIn, da dürft ihr liebe Zuhörende auch gerne selbst noch drauf schauen.
00:07:14: unter movein.global packen wir euch natürlich in die Show Notes.
00:07:18: Da stellt ihr euch selber vor ganz knackig mit dem Satz.
00:07:21: bei Move In geht es darum den Beispiel Jesu zu folgen indem man bürstgeblich in die Nachbarschaft zieht nach Philippa II, V bis VII.
00:07:32: und jetzt werden wir mal praktisch.
00:07:34: wie funktioniert das?
00:07:35: Ihr habt schon gesagt, ihr seid einfach hingezogen Und wie erlebst du hier Gott am Wirken?
00:07:40: Genau.
00:07:41: Ich habe ja schon erzählt, wen wir beim Move-In erreichen wollen – nämlich die armen und unerreichtenden in den Städten.
00:07:47: Jetzt geht es noch um das Wie.
00:07:49: Da ist der Nameprogramm Move In and Pray also Einziehen und Beten ganz einfach!
00:07:56: Du suchst dir eine Nachbarschaft und damit meine ich nicht unbedingt immer ein ganzes Stadtvorte sondern eher einen Straßenzug manchmal auch nur ein zwei Blöcke wo es überdurchschnittlich viel Armut gibt Und wo nach unserem Wissen niemand Jesus kennt.
00:08:09: Da suchst du dir eine Wohnung und ziehst ein... ...und ein guter Indikator, dass du im richtigen Ort bist ist wenn Leute dich dann ganz entsetzt fragen warum du ausgerechnet da wohnen willst.
00:08:20: Ist das nicht gefährlich?
00:08:21: Da wohnt doch nur Assis!
00:08:23: Und was du dir an Vorurteilen nur so vorstellen kannst.
00:08:27: Wenn du dann eingezogen bist gehst du deinem ganz normalen Alltag nach Gehst zur Arbeit, studierst, machst deine Ausbildung was auch immer deine Tätigkeit ist.
00:08:36: Aber du machst darüber hinaus halt noch etwas und zwar beetest ganz konkret für deine Nachbarn... ...für die alte Frau aus dem zweiten Stock, für die syrische Familie aus dem fünften Stock, Für den Alkoholiker aus dem neunten.
00:08:49: Und im Idealfall machst du das nicht alleine sondern ihr seid ein Team von Leuten und trefft euch jede Woche zum Gebet.
00:08:55: Das sind übrigens auch die einzigen beiden Bedingungen um beim Move in dabei zu sein.
00:08:59: Zieh es in eine arme unerreichte Nachbarschaft und du committest dich, dich wöchentlich mit deinem Team zum Gebet zu treffen.
00:09:05: Sehr cool!
00:09:07: Soviel jetzt erstmal dazu wie das grundsätzlich funktioniert?
00:09:09: Aber du wolltest ja wissen, wie wir jetzt konkret so Gottes Wirken erleben.
00:09:13: Ja, genau.
00:09:14: Und da würde ich sagen Gott lässt uns Teil der Nachbarsschaft werden.
00:09:20: also Gott ist in Jesus Mensch geworden und wohnte unter uns.
00:09:23: Das lesen wir in Johannes Eins Vierzen und das Wort wurde Fleisch und wohnt er unter uns.
00:09:27: Also Gott ist Teil der Menschheit geworden mit all dem Schönen und all dem schmerzhaften.
00:09:32: Und genauso lässt er auch uns Teil unserer Nachbarschaft werden, mit allen Höhen und mit allen Tiefen.
00:09:38: Um das mal ein bisschen zu verdeutlichen will ich mal vom vorletzten Wochenende erzählen.
00:09:43: Da haben wir uns Samstags mit unseren afrikanisch-muslimischen Nachbarn zum Kaffee trinken im Schrebergarten getroffen.
00:09:50: Das ist direkt bei uns gegenüber vom Block.
00:09:52: Haben wir einen kleinen Garten.
00:09:54: Die haben sich unglaublich über diese Einladung gefreut und wir konnten Zeugnis geben, wie Gott uns mit diesem Garten beschenkt hat.
00:10:00: Und hatten einfach eine richtig gute Zeit mit denen.
00:10:03: Dann kaum waren die weg!
00:10:05: Hat mich der eine ältere Herr aus der Gartenanlage dann ausgefragt.
00:10:09: Wer die sind?
00:10:10: Woher wer die
00:10:11: kennen?!
00:10:12: Wie die so sind... Also die sind halt eben aus Afrika und das fällt dann in so einer Gartenanlage doch auf.
00:10:19: War aber insgesamt ein sehr positives Gespräch mit dem Nachwandel Haben dann noch ein bisschen Gartenarbeit gemacht und wollten dann, weil es ist schon später geworden.
00:10:28: Wollten endlich mal zurück in die Wohnung um Armbro zu essen?
00:10:32: Ja ging nicht!
00:10:33: Weil im Treppenhaus hat jemand Feuer gelegt und das ganze Treppen Haus war verkwaltend.
00:10:39: Also Feuerwehr gerufen, denen alles gezeigt, gewartet bis sie fertig sind... Aber auch da merkst du Gottes Souveränität und Bewahrung.
00:10:52: Es ist niemand zu schaden gekommen Der Rauch ist nicht in die Wohnung gezogen.
00:10:58: Und wenn du halt draußen stehst und wartest, dass die Feuerwehr das Gebäude wieder frei gibt... ...dann bist du halt in der Regel nicht der einzige.
00:11:05: demso geht sondern an anderen Nachbarn jetzt genauso und dann kommst du ganz automatisch ins Gespräch.
00:11:11: Genau!
00:11:12: Das war am Samstag und dann Sonntag-Nachmittag klingelt es bei uns an einer Wohnungstür und unsere Nachbaren aus dem Nordkauker so stehen vor der Tür um uns Kuchen zu bringen.
00:11:22: Du kannst dir nicht vorstellen, wie wir uns darüber gefreut haben.
00:11:26: Zum einen beten wir wirklich schon länger, dass wir irgendwie mal in tieferen Kontakt mit denen kommen über so Pakete annehmen hinaus und zum anderen liebe ich einfach hausgemachten Flaubenkuchen.
00:11:37: also das war richtig herrlich.
00:11:41: Jetzt kommt so manchmal die Frage wenn du es so erzählt ja und wie viele haben sich schon bekehrt?
00:11:48: Und die kurze Antwort da drauf ist von unseren Nachbarn bisher niemand, zumindest nicht dass wir davon wüssten.
00:11:56: Ich möchte dazu aber nochmal ein Bild aufgreifen das ich vor kurzem offener Missionskonferenz gehört habe und dass sich da sehr schlüssig fand.
00:12:03: Und zwar haben die vorgeschlagen sich Menschen auf einer Skala von minus zehn bis plus zehn vorzustellen.
00:12:11: Minus zehn heißt... Die Person hat nichts mit dem christlichen Glauben zu tun ist im Glaubengehen über auch ablehnend eingestellt so der unerreichteste, den du dir vorstellen kannst.
00:12:23: Genau, kennt keine Christen!
00:12:25: Null ist der Punkt der Bekehrung an dem die Person sich entscheidet Jesus nachzufolgen und plus zählt es der Punkt, an dem Die Person voll für Jesus brennt, reif im Glauben ist und andere zum Glaubem führen kann.
00:12:38: Und wir interessieren uns oft nur für diesen Nullpunkt, nur für die Bekehrungen aber viel zu wenig für das was davor kommt und viel zu wenig für dass was dann nach passiert.
00:12:47: Aber wenn durch das was wir hier tun Ein Nachbar von der Minus Acht auf eine Minus Drei kommt.
00:12:55: Dann ist es viel wert, weil das vielleicht die Grundlage dafür legt, dass wenn er einen anderen Christen trifft... ...der den von der minus drei zu einer plus zwei führen kann und der anfängt Jesus nachzupolgen?
00:13:06: Und dann hat er hoffentlich in seiner Gemeinde oder seinem christlichen Umfeld Leute, die in sein Glaubensleben investieren mit der von der Plus Zwei also ich würde mal sagen im geistlichen Kleinkind zu einer Plus Acht kommt zu einem reifen Christen der andere im Glauben weiterleiten kann oder anerführen kann, investieren kann.
00:13:26: Und wir wünschen uns das natürlich, dass wir diesen Nullpunkt miterleben können und dass wir sehen dürfen wie Nachbarn anfangen Jesus zu folgen.
00:13:35: Dafür bleibt uns nichts anderes übrig als darin zu investieren, dass unsere Nachbaren in uns ein gutes Zeugnis sehen können und zu beten, dass Jesus dann den Leuten begegnet.
00:13:45: Ohne Jesus können wir nicht tun!
00:13:47: Erster Weinstock, wir sind die Reben.
00:13:50: Also was ich... genau haben wir schon vorher drüber gesprochen.
00:13:54: und was ich liebe an dem wie du es beschreibst ist Wir berichten hier im Podcast auch unser Magazin MOVE vor das auch gekürzt erscheint wird unsere Gespräch Berichten mir immer wieder über die globalen Trends wird Das was die globale Kirche uns sagt Was sich ändern muss oder was dran ist Und drei globale Notwendigkeiten sehe ich Die sich in dem was ihr tut total widerspiegeln.
00:14:14: das erste ist der globale Trend zur Urbanisierung, das einfach immer mehr menschenweltweit in Städten leben.
00:14:20: Das zweite ist die Forderung der globalen Kirche, die ninety-nine percent, also die neunundneinzig Prozent, die nicht hauptamtliche Missionarinnen, missionare Pastoren oder sonst was sind zu befähigen in ihrem Umfeld Licht zu sein.
00:14:34: und das dritte ist das Stichwort Discipleship Das größte einer der größten globalen Gaps, den die Kirche wahrnimmt.
00:14:41: Und da geht es eben genau darum wegzukommen von der zwangerhaften Fokussierung auf diesen Nullpunkt und zu fragen okay wie können wir ein Teil dieser gesamten Discipleship Journey begleiten?
00:14:55: Da danke ich euch dass ihr euch damit Zeit und Herz reingebt und daher auch für die beschriebenen Begegnungen!
00:15:02: Ihr seid nicht alleine unterwegs, ihr seid jetzt ein Beispiel.
00:15:05: Wir sind begegnet.
00:15:06: wir beide auf dem Younger Leader Scattering der Lozano Bewegung in Deutschland haben uns länger unterhalten habt ja auch Stories erzählt von anderen Move-Innern wo es dann so ist das so viel Leerstand gab dass man eine Wohnung einfach bekommen hat um da einen Raum der Stille oder Gebetsraum zu machen.
00:15:22: oder andere move inner wo es anfing dass die ihren Häuser blöckern oder Hochhäusern angefangen haben Mini-Goddess-Dienste zu feiern, so ganz unterschiedlich.
00:15:33: Move In verbindet Nachbarschaftsjüngerinnen und Jüngern quer durch die Welt von Luzhnier in Albanien bis Obervilliers in Frankreich.
00:15:43: Wie ist diese ganze Bewegung irgendwann mal losgegangen oder entstanden?
00:15:47: Nimm uns doch auch mal mit rein!
00:15:49: Genau das Ganze fing im Jahr zwei tausend neun mit einem Kanadier an.
00:15:54: Der heißt Neitel und der ist selber als Missionarskind aus dem Ausland also als Missionarist in dem Ausland aufgewachsen und dann als junger Mann nach Kanada zurückgekommen.
00:16:03: Und ihm war Mission total wichtig, und er hat versucht alle möglichen Leute zu mobilisieren, Missionare zu werden und zu den Unereichten zu gehen.
00:16:11: Und irgendwann hat er das bemerkt was du gerade beschrieben hast, dass von tausend Christen vielleicht einer in die Mission geht?
00:16:18: Und da hat er Gott gefragt... ...und was ist mit den anderen?
00:16:22: Ja!
00:16:24: Und Gott hat ihm dann gezeigt, dass es in Kanada so spezifisch damals in Toronto eine riesige Anzahl von Neu-Anwanderern aus allen möglichen unerreichten Volksgruppen gibt.
00:16:32: Da sind Leute aus Indien und Bangladesch, aber auch Pakistan, Afghanistan, Iran, Muslime, Hindus, Buddhisten... Und alle kennen sie Jesus nicht!
00:16:42: Jetzt könnte man ja meinen dass es in Kanada viele Christen gibt und wenn jemand Interesse am christlichen Daumen hat dann kann er einfach seine christlichen Freunde oder Kollegen oder Nachbarn fragen.
00:16:53: Aber in vielen Fällen ist das gar nicht so einfach.
00:16:57: Ökonomische Gründe.
00:16:58: Viele der Christen in Kanada sind Teil der Mittelschicht und während die vielen unerreichten Neueinwanderer, in der Regel noch gar keine Zeit hatten sich irgendwie Wohlstand aufzubauen... ...und dann eben da leben wo es günstig ist.
00:17:10: Und das sind zumindest in Toronto riesige Wohnblöcke mit zwanzig dreißig manchmal vierzig fünfzig Stockwerken.
00:17:17: Ja!
00:17:18: Und dann mal eben tausend Leuten pro Block.
00:17:21: Die Mittelsschicht wohnt dann eher so im Einfamilienhaus in den Suburbs.
00:17:25: Da kannst du dir vorstellen, wieviel die sich begegnen.
00:17:27: Gar nicht!
00:17:28: Genau und da hat Gott dazu Neite gesagt move in also zieh ein und zwar in genau diese Hochhäuser wo niemand Jesus kennt.
00:17:37: Und wie Neite so ist Hat er dann allen möglichen Christen also den neunhundertneuen neunzig anderen davon erzählt und sie herausgefordert unter den Unanreichen im eigenen Land einzuziehen.
00:17:49: daraus ist so move-in als Bewegung entstanden Als Missionarskind von Haus aus eben auch schon einen sehr internationalen Blick hat, ist dann schnell klar geworden dass Segregation in Großstädten jetzt nicht nur ein kanadisches sondern globales Phänomen ist.
00:18:06: Also wenn du dir zum Beispiel die Philippinen anschaust da gibt es viele Christen und gleichzeitig gibt's das Lammens, die zu fast hundert Prozent muslimisch sind wo niemand Jesus kennt und niemand auch nur einen einzigen Christen kennt.
00:18:20: Genau, mit diesem internationalen Blick haben dann einige von den kanadischen Move-Intern Visionsreisen gemacht in verschiedenen Ländern und gebetet das da war startet.
00:18:29: Da sind sie unter anderem nach Deutschland gekommen und haben hier so erste Gleichgesinnte gefunden.
00:18:34: Dann gab es ein bisschen später nochmal jemandem Deutschen der einen Freiwilligendienst in Kanada gemacht hat dort move ihn kennengelernt hat und dann zurück ist nach Europa und angefangen hat mit einem Wohnmobil Hier quer durch europa zu tun und im gemeinden davon zu erzählen.
00:18:52: Ja cool das dann auch noch mal hat sich es auch nochmal verbreitet.
00:18:56: tja jetzt darf ich hier sitzen und euch von move in erzählen.
00:19:00: Richtig richtig cool.
00:19:02: ja dankeschön.
00:19:05: genau das schön ist dass ihr als move in das hast du gesagt.
00:19:07: einmal ist so gedacht, dass ich ein team vor leuten zusammenfindet.
00:19:10: das heißt idealerweise dass es mehrere leute gibt die bock haben in den gleichen block und die gleiche nachbarschaft ziehen miteinander zu beten.
00:19:17: Und gleich, in uns gibt auch ein jährliches Treffen von MoveIntern.
00:19:22: Also für euch ist das das Move In Europe Gathering.
00:19:26: Was bedeuten dir diese größeren Treffen und was nimmst du davon mit?
00:19:33: Also da ich das Move IN Europe Gatherin kurz mag planen ist das für mich erstmal sehr viel Arbeit.
00:19:40: Aber darüber hinaus ist es vor allem Gemeinschaft mit Leichgesinnten und dadurch dass wir eben aus verschiedenen Ländern kommen und teilweise dann auch mehrsprachigen Lobreis machen, ist das für mich immer so ein schöner Vorgeschmack auf die Ewigkeit.
00:19:54: Auf dem Bauch im Süden des Neuen heißt es dass Menschen aus allen Nationen und Stämmen und Völkern und Sprachen einmal vor dem Thron stehen werden und das Lamm also Jesus anbeten werden.
00:20:06: Und das ist sowas wo ich mich schon richtig drauf freue und wo ich dann immer beim Max denke ah das so ähnlich.
00:20:11: nur noch viel krasser und viel schöner wird es dann irgendwann mal sein.
00:20:15: Und da muss ich gleichzeitig aber daran denken, wer alles noch nicht dabei ist.
00:20:20: An meine Nachbarn die mir zum Teil echt lieb geworden sind und die ihr es halt noch nicht kennen und wo ich mir aber wünsche dass sie eines Tages dann neben mir im Lobreis stehen.
00:20:30: Das motiviert mich wieder für meinen Alltag dranbleiben, nicht aufgeben weiter beten Und darüber hinaus, was ich mal noch mit reinbringen wollen würde ist das Mac.
00:20:43: Also so nennen wir's Move in Europe Gathering auch immer eine gute Gelegenheit für Leute die sich ernsthaft überlegen ob sie selber Move inner werden wollen und uns aber erstmal kennenlernen wollen.
00:20:53: Weil hier bekommt zum guten Einblick in unsere DNA, in das was uns wichtig ist, derens die Leute persönlich kennen und hörst die Geschichten direkt aus den Nachbarschaften.
00:21:07: Sehr cool!
00:21:08: Genau.
00:21:12: Unser Interview erscheint in der Ausgabe uns Magazins Move, wo es um Gemeinde geht und da sind ganz unterschiedliche Stimmen dabei.
00:21:20: Innovative Form von Gemeindegründung oder zum Beispiel auch ein koreanischer Blick darauf wie Gemeinde in Europa gebaut wird.
00:21:28: Wir lesen davon Gemeindegründung im Garten mit Hühnern, die durch die versammelte Gemeinde flitzen in Spanien.
00:21:41: Und ich habe mich gefragt wie aus Movin Formen von Gemeinden entstehen und wo das auch schon passiert?
00:21:49: Genau also erst mal es gibt kein Patentrezept und Movin ist auch nicht als gemeinder Ersatz gedacht.
00:21:56: Also wir sind erstmal Teil von ganz normalen Gemeinden Und das natürlichste ist auch, wenn Nachbarn zum Glauben kommen, dass man die erst mal in die eigene Gemeinde mitnimmt.
00:22:06: In Magdeburg z.B.
00:22:07: gibt es eine Gemeinde, die isst mitten im ziemlich unerreichten Plattenbaugebiet einfach weil sie da ein günstiges Gebäude bekommen haben.
00:22:16: und gleichzeitig gibts in dieser Nachbarschaft Move-Inner, die da eben wohnen um die Nachbars zu erreichen und Teil der Gemeinde sind.
00:22:25: Und durch diese Move-Inner hat die Gemeinde jetzt einen Blick für diese Nachbarschaft, in der ihr Gebäude ist bekommen.
00:22:31: Die haben jetzt angefangen einmal im Monat so ein Nachbarschaftscafé aufzumachen oder so einen Kaffee trinken wo sie halt alle Nachbarn einladen.
00:22:41: und wenn man da natürlich jemand schon mal zum Kaffeedrinken eingeladen hat und der jetzt weiß was sind das für Leute?
00:22:48: Wo ist das?
00:22:49: Wo muss ich dahin?
00:22:50: Dann ist es auch viel leichter so jemandem mal zum Gottesdienst einzuladen Als wenn man sagt, hier kommen wir am Sonntagmorgen um zehn nach Dao da.
00:23:02: Es klappt nicht immer Leute in bestehende Gemeinden zu integrieren gerade wenn kulturellen Unterschiede vielleicht sehr groß sind oder wenn es vielleicht auch einfach keine gemeinde in erreichbarer Nähe gibt.
00:23:13: Deswegen gibt's auch Teams die selber Gemeinde gründen.
00:23:15: also zum Beispiel gibts in Duisburg eine internationale Gemeindegründung wo sich die Leiter jetzt move in angeschlossen haben weil sie merken das ist genau.
00:23:23: zudem passt Was sie eh schon machen.
00:23:26: Wir haben ihre normalen Jobs und leben bewusst in einem sehr migrantisch geprägten Einkommen schwachen Stadtteil, um dort unter den Nachbarn gemeinde zu gründen.
00:23:35: Und das passt einfach.
00:23:36: zudem wo wir als Bewegung uns für einsetzen.
00:23:41: Insgesamt würde ich sagen kann man sagen fängt es meistens damit an.
00:23:44: Irgendwer hat Interesse am Glauben.
00:23:47: Move in der trifft sich mit dem vielleicht zum Bibel lesen vielleicht auch erstmal nur zum Austausch übergegeben Glaubensthemen.
00:23:52: Wenn's gut läuft, ist es eine kleinere Gruppe die sich trifft.
00:23:56: ob daraus dann eigene Gemeinde entsteht oder ob die neungläubigen Teil von einer bereits bestehenden Gemeinde werden das ist von Fall zu fall verschieden.
00:24:05: wie genau das am Ende aussieht ist denke ich aber auch zweitrangig.
00:24:09: wichtig ist dass sie Leute zu Jesus finden und dann im Glaubem wachsen können.
00:24:14: sehr cool ja Dass das Wichtige bleibt, die Hauptsache bleibt.
00:24:19: Nämlich dass Jesus in den Nachbarschaft zieht.
00:24:20: wie wäre das denn wenn er das nicht nur mit Josua sondern auch mit dir lieber Zuhörerin oder zu Hörer tun würde?
00:24:27: Das erleben wir, das Missionen, genau!
00:24:30: Weltweit passiert und das heißt eben auch genau bei uns.
00:24:33: Deshalb die Frage an dich Josua Wenn Hörerin oder Hörera Lust bekommen selbst Move inner zu werden oder mit move in zu starten.
00:24:41: Was wären so logische nächste Schritte?
00:24:44: du hast schon gesagt Man könnte auf der Konferenz teilnehmen.
00:24:48: Was könnte man noch tun?
00:24:50: Genau, also ganz wichtig melde dich bei uns entweder über das Kontaktformular auf unserer Website movein.global oder über unsere E-Mail europeatmovein.to.
00:25:01: Dann melden wir uns bei dir und dann schauen wir gemeinsam.
00:25:04: welche Nachbarschaften gibt es in deiner Stadt die in Frage kommen.
00:25:08: Wen kannst du vielleicht noch mit in dein Team holen?
00:25:10: genau das sind so die Sachen die wir dann im Prozess versuchen gemeinsam zu besprechen, um dir zu helfen, dich zu unterstützen.
00:25:19: Nächste Schritte zu gehen!
00:25:21: Es gibt bei uns auf der Website unter dem Tab Nachbarschaften auch eine Europakarte wo du die angucken kannst, wo es schon Teams gibt und da sind auch Nachbarschaften eingezeichnet wo es noch keine Move in Teams gibt, wo wir uns aber wünschen würden dass Teams entstehen.
00:25:35: Ganz wichtig dabei ist, die Karte hat überhaupt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
00:25:39: Also wenn in deiner Stadt nichts eingezeichnet ist dann heißt es nicht dass da keine Armen und Unerreichten gibt.
00:25:44: Das heißt einfach nur das wir die entsprechenden Nachbarschaften noch nicht recherchiert haben.
00:25:48: aber wie gesagt das Wichtigste ist melde dich Kontaktformular über movein.global oder per E-Mail an europeatmovein.to.
00:25:56: Was sind denn eure Erwartungen an MoveInner?
00:25:58: Du hast vorhin gesagt im Wesentlichen reinziehen, sich connecten und bereit zu sein für die Nachbarschaft.
00:26:04: Und mit einem Team gemeinsam zu beten.
00:26:07: Genau, ist es so dass ihr alle einen bestimmten konfessionellen Gemeinde hintergrund habt?
00:26:13: Ist es so das sonst noch irgendwelche Erwartungen im Raum stehen?
00:26:16: Also wir sind überkonfessionell.
00:26:20: ich würde sagen, neunundneinzig Prozent der Move Innerer sind protestantisch.
00:26:25: Ich kenne persönlich keine katholischen Move Inner I habe aber auch gehört Vergangenheit auch schon Katholiken gab, die dabei sind.
00:26:32: Du solltest Jesus lieben, sonst macht das Ganze keinen Sinn und du solltest bereit sein in eine Nachbarschaft zu ziehen, die dich vielleicht auch was kostet und dich kommenten wöchentlich zu beten weil wir festgestellt haben Teams, die aufhören zu bete ziehen früher oder später aus.
00:26:56: Sehr cool!
00:26:57: Und damit sind wir beim Beten und bei der Frage, wie unsere Hörerinnen und Hörern für euch beten können.
00:27:03: Das heißt einmal für euch als Paar Inhalle in eurer Platte aber auch für Move-In insgesamt.
00:27:11: Genau also betet für Arbeiter einer Ernte.
00:27:15: Also es gibt Teams die noch Mitstreiter suchen unter anderem unser Team.
00:27:20: uns gibt auch etliche Nachbarschaften wo's einfach noch niemanden gibt.
00:27:23: Der Zeugnis von Jesus gibt Gott Leute beruft und wenn du das Gefühl hast, dass Gott dich beruft dann melde dich.
00:27:30: Und wir schauen weiter.
00:27:33: Und es zweite ist betet, dass wir die wir schon Move Inner sind ein gutes Zeugnis sind und dass Gott uns im richtigen Moment die richtigen Worte gibt um von ihm weiter zu erzählen.
00:27:45: Sehr cool!
00:27:47: Das machen wir.
00:27:48: Bei unserem Podcast hat der Gast das letzte Wort.
00:27:50: Das bist Du?
00:27:52: Und deshalb am Ende die Frage welchen einen Satz Gibt es zu den Zuhörenden mit?
00:27:59: Das ist ja jetzt das Schöne, dass ich die Fragen vorab schon hatte und mir Gedanken machen konnte.
00:28:03: Deswegen würde ich den Hörerinnen und Hörern eine Frage mitgeben und zwar wozu beruft Gott dich?
00:28:17: Danke für Ihr Interesse und dass Sie so Teil von Gottes Mission sind!
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